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Die neue LinkedIn-Twitter-Anbindung: Was wird aus Xings Walled Garden


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Als ich heute morgen die Twitter-Checkbox unterhalb des Update-Fensters meiner LinkedIn-Homepage sah, mußte ich die Anbindung natürlich sofort ausprobieren:

1. Die Aktivierung der Twitter-Checkbox öffnet beim erstmaligen Teilen eines LinkedIn-Status automatisch ein Pop-up-Fenster mit den (selbsterklärenden) Twitter-Einstellungen:

LinkedIn Twitter Einstellungen

Alle Network Updates auf LinkedIn werden so automatisch auch als Tweets gepostet.

2. Die Integration ist bidirektional: Alle Tweets, die über den dem LinkedIn-Profil zugeordneten Twitteruser – hier: @StefanW – abgeschickt werden und das Hastag #in beinhalten, werden auch automatisch als LinkedIn-Network Update gepostet:

Twitter LinkedIn Integration

In meinem Fall gab es allerdings eine kurze Latenz von 15 Minuten beim der Übernahme des ersten Tweets als Network Update bei LinkedIn. Andere hingegen berichteten, daß das Posten von Twitter aus unmittelbar funktionierte.

Das Hashtag #in sorgt auch dafür, daß LinkedIn und Twitter in Folge nicht rekursives Ping-Ping mit einem einzelnen Status spielen.

3. Überprüfen kann man dies über die Network Updates:

LinkedIn Network Updates

Fazit: eine streßfreie, technisch saubere Integration, die LinkedIn unter den Twitteristi sicherlich viele Freunde bringen wird.

Und dies ist für mich die viel interessante Erfahrung: Mit der Twitteranbindung hat sich LinkedIn endgültig meine Aufmerksamkeit erworben, neben Twitter, Facebook und immer noch Xing.

Während Facebok (und Twitter so oder so) bereits fester Bestandteil meiner täglichen Kommunikationsdiät sind, so werde ich künftig auch LinkedIn einschließen. Twitter ist jetzt nämlich ein idealer Client für kombinierte Facebook-und LinkedIn-Status-Updates geworden: #in und #fb (via Facebook-App „Selective Twitter Status“) machen dies sehr einfach.

Und Xing?

Mutiert in meinen Augen zunehmend zu einem Repositorium für deutsche Visitenkartendaten. Via Xing Events für den Twittwoch anlegen ist ebenfalls noch okay, denn viele Teilnehmer haben in den vergangenen Jahren ebenfalls ein Xing-Profil angelegt. Darüber hinaus herrscht aber Stillstand am Gänsemarkt.

Twitter lebt von seinem – zugegebenermaßen oftmals chaotischen – Ökosystem an Twitter-Apps und Twitter-Anbindungen. Und Facebook erlaubt die Auswahl unter einer kaum noch überschaubaren Anzahl von Apps; ob man Farmville braucht, möge jeder selbst entscheiden. Und nun beginnt LinkedIn die Mauern durchlässig zu machen:

Ich habe bis heute nicht verstanden, was ich mit Xings Twitter Buzz anfangen soll. Oder mit den anderen „Xing-Apps“ aus dem Hamburger Walled Garden. Im Vergleich zu den anderen Playern muß ich unweigerlich an den Wettbewerb „Freedom of Choice – aka Marktwirtschaft – vs. Xings Sozialismus“ denken.

Mauern haben auf Dauer keinen Bestand – das sollte doch jedermann geläufig sein. Falls es da Zweifel gibt, empfehle ich 1:43 Minuten zu investieren :

Stillstand bedeutet Rückschritt; nicht umsonst spricht Jeff Jarvis davon, daß die wirtschaftliche Zukunft in offenen Ökosystemen liegt. Wenn man in Hamburg auf eine Übernahme durch LinkedIn spekuliert, dann wird das Zeitfenster zunehmend kleiner. Und irgendwann ist es dicht – an die letztlich endliche StudiVZ/Facebook-Story werden sich noch einige erinnern. Es mag ja im Moment noch beträchtliche Wechselkosten für diejenigen geben, die Xing bevorzugt beruflich nutzen. Aber auch hier gilt letztlich:

There’s no social network interesting enough that you couldn’t walk away from it.

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