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Google buzz – mehr als ein Friendfeed mit Geolocations und Layer in Google Maps?


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Die Erwartungen an Google Buzz deckten einen Großteil des Spektrums von „Cool: GMail mit Tweets“ bis zu „Bisher hat Google alles mit dem Label Social in den Sand gesetzt“, letzteres am besten von Robert Scoble zusammengefaßt: „Why Google won’t give Twitter or Facebook a buzz cut [...]“.

In der Tat stand Google sich bis dato in Sachen Social Media immer selbst im Weg. Was viel mit dem Selbstverständnis des Unternehmens zu tun hat. Denn nicht immer ist ein Algorithmus geeignet, die beste Lösung zu identifizieren oder die einer Situation angemessene Kommunikation. Glücklicherweise gibt es immer noch genügend Bereiche des Zusammenlebens, die Nerds und Hackern nicht vollkommen erfassen.

Trotzdem mußt man anerkennen, was Google wieder gebaut hat. Wie unterschiedliche Technologien ineinandergreifen, um dem Buzzer in jeder Situation – nach den Vorstellungen von Google – die passendsten Informationen zukommen zulassen. Hierzu zwei Videos…

…von denen insbesondere Google Buzz for mobile sehenswert ist:

Ist Google buzz nun mehr als ein neues Friendfeed mit Geolocations und eigenem Layer in Google Maps? Gute Frage. Wird es schon deswegen erfolgreicher sein als FriendFeed, weil es auf GoogleMail aufbaut? Da ist zumindest in Deutschland zu bezweifeln; dafür nutzen zu wenige Menschen GMail. In meinem Umfeld gibt es nur wenige Anwender, aber alle, die mich interessieren, nutzen Twitter oder Facebook. Wozu also den zusätzlichen Aufwand auf sich nehmen und ein weiteres soziales Netzwerk pflegen?

Wenn Google Buzz denn überhaupt eines ist. Mein erster Eindruck der Buzz’ mit Geo-Tagging war eher ein mobiler Vertriebskanal für Empfehlungen und Anzeigen aus Google Local. Der Google-Wolf im Schafspelz? Der Wettbewerb mit den sich entwickelnden mobilen sozialen Netzwerken wie Foursquare oder Gowalla ist sicherlich nicht unbeabsichtigt. Auch der beabsichtigte Kauf von Yelp erscheint jetzt in einem anderen Licht.

Es gibt allerdings einen Aspekt, der wirklich spannend ist – die Google Buzz API. Ich stimme Marshall Kirkpatrick – aka @marshallk – zu, daß dies ein disruptiv wirkendes Element sein kann, waren doch bisher alle Social Networks mehr oder weniger darauf bedacht, ihre Schäfchen einzuzäunen. Google scheint hingegen Ambitionen zu hegen, die Narbe für das verteile soziale Netzwerken zu werden.

Anyway, der Roll-out läuft. Es würde mich sehr freuen, wenn jemand einen Gastpost mit seinen ersten Erfahrungen schreiben könnte.

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