Digitale Transformation von und für Unternehmen

Partiell digitale Wirtschaftsteile, Geld für Check-Ins und digitale Streetworker – der 1. Twittwoch Rhein-Main


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Kulturbunker des Instituts für Neue Medien im Osthafen FrankfurtWill man den 1. Twittwoch Rhein-Main in drei Stichpunkten zusammenfassen, würde es wohl so aussehen:

  • Die fleischverarbeitende Wirtschaft ist partiell digital
  • Bei Dailyplaces gibt es demnächst Geld für das einchecken
  • Das Telekom_Hilft-Team ist auch als digitaler Streetworker unterwegs

Aber fangen wir mal von Vorne an.
Ca. 65 Teilnehmer waren am 29.06.2011 zum 1. Twittwoch Rhein-Main im Kulturbunker des Instituts für Neue Medien zu Gast. Der Austausch zwischen den Gästen war genauso angeregt, wie die Fragestellungen und Diskussionen nach den Vorträgen.

GrusuMuMusuGru, hessisch als Firmensprache und partiell digitale Wirtschaftsteile

Bei dem Vortrag von Kai Hattendorf, Bereichsleiter Unternehmenskommunikation der Messe Frankfurt, durften wir einiges lernen: Was bedeutet GrusuMuMusuGru, was ist die offizielle Unternehmens-Sprache bei der Messe Frankfurt und das die fleischverarbeitende Wirtschaft nur “partiell digital” ist.

GrusuMuMusuGru z.B. ist die häufigste Aktivität während der Musikmesse in Frankfurt, auch in sozialen Medien. Diese Abkürzung steht für Gruppe sucht Musiker, Musiker sucht Gruppe.  Und die offizielle Unternehmens-Sprache der Messe Frankfurt ist hessisch.
Aber selbstverständlich gab es auch einige Informationen zum Social Media-Einsatz der Messe Frankfurt.

Für Kai Hattendorf gibt es ein Dreieck der Messe-Bedürfnisse, das sich auch auf die digitalen Bedürfnisse übertragen lässt. Die drei Ecken, und damit Grundbedürfnisse, sind Kommunikation, Information und Services. Um diese Bedürfnisse zu befriedigen, werden digital verschiedene Kanäle bedient. Diese können z.B. die Webseiten (Information), Smartphone-Apps (Services) und Twitter-Accounts (Kommunikation) sein.
Die Messe Frankfurt unterscheidet zwischen drei Formen von Twitter Accounts: Dem Corporate-Account (@messefrankfurt), den Accounts zu einzelnen Messen (z.B. @musikmesse) und den individuellen Accounts (z.B. @kaihattendorf).
Der Corporate-Account bedient vor allem das Bedürfnis der Information, die Accounts der einzelnen Messen das Bedürfnis nach Services und Kommunikation und die individuellen Accounts sorgen für die Glaubwürdigkeit der Mitarbeiter.

Klar ist für Kai Hattendorf, dass die Angebote in Social Media derzeit vor allem für Messen, wie die Musikmesse große Reichweite erzielen. So hat der Twitter-Account derzeit über 6.000 Follower und bei der diesjährigen Musikmesse hat jeder achte Besucher die Smartphone-App heruntergeladen. Mehr als 20.000 direkte Online-Kontakte wurden während der Musikmesse generiert und die Kommunikation hatte eine Reichweite von mindestens 1,2 Mio. Kontakten.

Geld für das anschauen von Werbung – LBS als Flyer-Ersatz

Eine echte Weltpremiere haben wir bei dem Vortrag von Andreas Ebert, CEO von Dailyplaces, vorgestellt bekommen. Dailyplaces hatte es einen Tag vorher via Twitter angekündigt: Es wurde das B2B Produkt bzw. das Geschäftsmodell vorgestellt.
Unter dem Motto “Nur Bares ist Wahres” hat Andreas Ebert die so genannten Places Ads vorgestellt. Das Prinzip ist, meines Wissens nach, komplett neu: Dafür, dass sich Nutzer Werbung anschauen, bekommen sie Geld (mindestens 0,25 €) von Dailyplaces. Unternehmen haben die Möglichkeit, diese Werbeanzeigen zu schalten und so Nutzer, die bereits in der Nähe sind, zu erreichen.

Andreas Ebert möchte mit seinem Unternehmen hiermit einen Ersatz für den herkömmlichen Flyer bieten. Der Vorteil für den Unternehmer liegt aus seiner Sicht vor allem in der räumlichen Nähe des Empfängers und darin, dass er für die Werbeschaltung nur zahlt, wenn diese tatsächlich angeschaut wird.

@Telekom_Hilt als digitaler Streetworker

Renate Schöttler, Social Media Managerin bei der Deutschen Telekom, stellte in einem sehr spannenden Vortrag die Geschichte des Service-Agebots @telekom_hilft vor. Vor einem Jahr begann man zunächst mit dem Twitter-Account. Dabei hat man bei der Einführung absichtlich auf Kommunikation hierzu verzichtet. Man wollte den Kanal zunächst einmal in aller Ruhe starten lassen. Aber auch ohne klassische Presse-Arbeit der Telekom hat sich die Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitet. Sowohl in Blogs, über Twitter als auch in “klassischen” Medien wurde die Nachricht des Service-Angebots auf Twitter verbreitet. Ein gutes Jahr nach dem Start hat der Twitter-Account über 13.000 Follower und sechs Mitarbeiter beantworten Anfragen von Telekom-Kunden von Montag bis Samstag von 08:00 – 20:00 Uhr.

Nach dem Twitter-Account folgten Mitarbeiter, die im Namen der Telekom in Fachforen Fragen beantworten und Hilfestellungen geben. Stephan Fink fasste dies in einem Tweet so zusammen:

Stephan Fink zu den Foren-Auftritten der Telekom

Anschließend folgte noch ein Facebook-Auftritt als Dialog-Angebot und diverse Einzel- und Sonderaktionen. Organisatorisch funktioniert das @Telekom_Hilft Team ähnlich wie ein Callcenter-Team.

Eines steht für die Telekom fest: Das Dialog-Angebot in Social Media ist nicht unbedingt billiger, als Kundenservice via Telefon oder E-Mail, aber es bringt einen deutlichen Image-Gewinn.

Nach den Vorträgen gab es noch ausreichend Gelegenheit zum offline netzwerken unter den Teilnehmern und Referenten. Die letzten Gäste verließen den Kulturbunker um ca. 23:00 Uhr.

Für alle Teilnehmer des Twittwochs Rhein-Main gibt es noch eine Twtpoll-Umfrage. Wir freuen uns über möglichst viele Stimmen um den Twittwoch Rhein-Main noch mehr an den Erwartungen der Teilnehmer auszurichten.

Der nächste Twittwoch Rhein-Main wird voraussichtlich am 28.09.2011 in Wiesbaden stattfinden. Die Details werden selbstverständlich hier auf dem Twittwoch-Blog, über den Twitter-Account @TwittwochRM und über die XING-Gruppe bekannt gegeben.

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