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Praxisbeispiel: Opernfestspiele mit Social Media-Begleitung


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Die Idee gefiel ihm. “Wenn ihr das hinbekommt, dann macht es”, sagte er. Damit war der Startschuss gefallen. Das war Ende Februar. Seit einigen Wochen gibt es nun die opernwerkstatt, das Blog zu den Heidenheimer Opernfestspielen. Und Marcus Bosch, Leiter der Festspiele, war auch mal gleich das Thema der ersten Beiträge. Der Generalmusikdirektor in Aachen wechselt in gleicher Funktion an das Staatstheater in Nürnberg.

Dass er nun gleichzeitig auch noch die Opernfestspiele in Heidenheim leitet, verdankt er dem umtriebigen Oberbürgermeister Bernhard Ilg, der sich schnell erinnerte, dass Bosch in Heidenheim geboren wurde. Die Festspiele, die es seit mehr als 20 Jahren gibt, werden im Juli mit einer ganzen Veranstaltungsreihe erneut mehrere tausend Besucher in die Stadt locken. Für Bosch sind es in diesem Jahr die ersten Festspiele. Er wird nach den erfolgreichen Jahren seines Vorgängers eine andere ganz eigene Handschrift zeigen.

Nicht zuletzt auch mit der opernwerkstatt, denn Bosch steht zu seiner Aussage, dass das Team “Oper für alle” macht. “Wir können damit versuchen, andere Menschen für das Thema Oper zu erreichen”, sagt er. Und freut sich, dass insbesondere auch das Team damit mehr in die Öffentlichkeit gerät. Ein Team, dass neben Puccinis “Tosca” auch den “Räuber Hotzenplotz” für die Kinder präsentiert, die norwegische Sängerin Rebekka Bakken für die Jazzfanz, ein Gala-Konzert, eine Last Night mit Feuerwerk, die “Helden am Herd”, die Orgelmusik, die Filmnächte… Der Mann hat viele Ideen.

“Wir berichten über die Menschen dahinter”

Die opernwerkstatt berichtet weniger mit Musiksachverstand, viel mehr über die Menschen, die diese Opernfestspiel ermöglichen: Die Bühnenbauer, die Elektriker, die Maske, die Beleuchter, die Kartenabreißer. Das Schlossgespenst nicht zu vergessen.

Die Heidenheimer Opernfestspiele finden nämlich seit mehr als 20 Jahren im Rittersaal des Schlosses Hellenstein statt. Dem fehlt nur eins: das Dach! Und somit gehören die Festspiele auf der schwäbischen Ostalb zu den wenigen Festspielen in historischer Kulisse unter freiem Himmel. Wenn das Wetter passt. Die Eingeweihten schauen auf den Schloßberg, um dort die Fahne zu sichten, die bei gutem Wetter dort prangt. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man in diesem Jahr erstmals in das gerade eingeweihte Congress-Centrum-Heidenheim ausweichen. Auch irgendwie ideal, nur im Rittersaal ist es schöner.

All dies wird in den nächsten Wochen ausführlich in der opernwerkstatt bearbeitet werden. “Wir sind auf dem Blog, auf facebook, auf twitter und auf youtube vertreten”, erklärt der Giengener Kommunikationsberater Christian de Vries, der das Konzept für die opernwerkstatt entworfen hat. Er selbst bloggt und twittert schon seit Jahren. Die Heidenheimer Agentur graustich hat es technisch umgesetzt. Aktuell ist man derzeit noch auf der Suche nach Sponsoren, die das Projekt unterstützen wollen.

“Ich habe in den letzten Wochen so viele spannende Blogs und Seiten zu den Themen Musik, Oper und Kultur kennen gelernt, dass es schon jetzt unglaublich großen Spaß macht, sich gegenseitig zu vernetzen”, berichtet de Vries. Das kleine Team, dass er aufgebaut hat, freut sich gerade jetzt in den ersten Wochen auf möglichst viele Follower und Fans. “Allerdings war ich erstaunt, dass wir derzeit di einzigen Festspiele sind, die mit diesem Auftritt im Netz unterwegs sind”, so Christian de Vries. Gleichzeitig freut man sich auf konstruktive Kritik zu diesem Projekt. “Wir wissen ja gar nicht, ob wir alles richtig gemacht haben”, so de Vries. “Es werden anstrengende Wochen, um das Projekt zum Erfolg zu führen”, weiß er. “Aber das ist die Mühe wirklich wert!”

cdv!

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