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Twittern Sie mit (2): Ist Ihr Benutzername noch frei?


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Biz Stone, einer der Twitter-Gründer, berichtet im letzten Twitter-Blog-Post davon, daß im letzten Jahr die Anzahl der aktiven Benutzer um 900% gestiegen wäre – ein phänomenaler Wert.

Da Twitter in Sachen Benutzername recht restriktiv ist, dieser darf maximal 15 Zeichen lang sein und nur aus Ziffern, dem Unterstrich und den Buchstaben a-z bzw. A-Z bestehen, wird bei der aktuellen Popularität von Twitter der verfügbare Namensraum schnell kleiner. Zudem kann der gewünschte Benutzername keine Umlaute enthalten. Kurz: man sollte sich sputen.

Für ein Unternehmen bietet sich als Benutzername einerseits die eigene Firma an – wir sind unter @susuh zu erreichen – oder andererseits eine generische Bezeichnung, z.B. Tischler (ist übrigens schon belegt…) oder Augenarzt (diese ist heute morgen noch frei…):

(1) Generische Benutzernamen:

Die meisten interessanten Vertreter dieser Gattung sollten mittlerweile – sofern sie kompatibel mit den Twitter-Restriktionen sind, siehe oben – weitestgehend vergeben sein, so zumindest ein heutiger kurzer Check mit den üblichen Verdächtigen. Ein gutes Beispiel für dieses Bunkern von Benutzernamen ist @versicherung:

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Die Suche nach freien Benutzername ist über das Registrierungsfenster sehr komfortabel (Achtung: ggf. vorher abmelden, sonst klappt der Link nicht), die Suche auf Twitter im eingeloggten Zustand hingegen manchmal  in die Irre führend. Nur weil diese kein Ergebnis liefert…

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…bedeutet dies nicht zwangsläufig, daß “die da draußen” etwas übersehen haben:

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Meine Topkandidaten für das Registrierungswettrennen bei Aufhebung bzw. Änderung der maximalen Benutzernamenlänge von 15 Zeichen sind: @Lebensversicherung, @Rentenversicherung und @Krankenversicherung.

Man liegt sicherlich nicht falsch mit der Einschätzung, daß die guten generische Benutzername in Zukunft ihren Markt finden werden.

(2) Benutzernamenbesetzer:

Ihre Firma passt unter die Benutzernamenbeschränkungen von Twitter, aber ist schon angemeldet?

Auch dieses Phänomen ist aus den Domain-Wild-West-Zeiten bestens bekannt, nur dass in diesem Fall die Zutrittsschranke noch niedriger ist, da derzeit keine Registrierungs- oder Unterhaltskosten anfallen. Im Englischen heißt dies squatting und kommt aus der Hausbesetzerszene.

So darf es einen auch nicht wundern, wenn einige Twitterer nicht die sind, für welche sie sich ausgeben. @hornbach repräsentiert zum Beispiel nicht die Hornbach AG, wie uns am vergangenen Freitag deren Pressesprecherin auf Anfrage bestätigt.

Bis dato ist mir noch kein Fall bekannt, daß ein deutscher Markeninhaber gegen einen Benutzernamenbesetzer gerichtlich vorgegangen ist. Dies sollte sich auch erheblich schwieriger darstellen als im Fall der Domains: Benutzernamen lassen sich praktisch anonym registieren und Twitter.com, Inc. ist weit weg.

Es gibt einen Grund dafür, daß der Fernsehkanal ProSieben unter @prosiebentv und nicht unter @prosieben twittert. Das Motto des Letzteren spricht übrigens Bände… ;)

Bisher in dieser Reihe erschienen:

(1) Twittern Sie mit (1): Warum Unternehmen zwitschern sollten
(2) Twittern Sie mit (2): Ist Ihr Benutzername noch frei?
(3) Twittern Sie mit (3): Aller Anfang ist einfach
(4) Twittern Sie mit (4): Statistik & Controlling

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