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Twitternde Institutionen (3): Stadt Frankfurt am Main – oder: @Stadt_FFM


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Twitternde-Institutionen-Logo-Stadt-Frankfurt-am-Main-TwittwochWillkommen zum 3. Beitrag der Twittwoch-Blog-Reihe Twitternde Institutionen in Deutschland.

Heute featuren wir @Stadt_FFM – siehe auch Stadt Frankfurt am Main – und Harald Ille gewährt uns Einblicke:

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(1) Bio:

Offizieller Tweet der Stadt Frankfurt am Main (Presse- und Informationsamt). Wir halten Frankfurt auf dem Laufenden!

(2) Welche Bedeutung hat Twitter innerhalb Ihrer Kommunikationsstrategie bzw. was soll mit dem Kommunikationskanal innerhalb der öffentlichen Verwaltung erreicht werden?

„Twitter ist mittlerweile ein integrativer Bestandteil unserer Kommunikation – einen Tag lang keinen Tweet abgesetzt, und wir bekommen ein superschlechtes Gewissen. Ich sehe uns dann vor dem großen Kommunikations-Gericht stehen, das uns wegen unterlassener Informationspflicht anklagt… Komisch, wie sich innerhalb eines halben Jahres die Prioritäten ändern können. Hauptsächlich nutzen wir Twitter, um in direkten Kontakt mit den onlineaffinen Frankfurterinnen und Frankfurtern zu kommen; ein Reply ist schneller abgesetzt als eine E-Mail geschrieben. Wir wollen uns als moderne dialogorientierte Kommune präsentieren, die selbstverständlich an ihren Bürgern und deren Fragen interessiert ist. Das wichtigste Argument aber für den Steuerzahler ist, dass wir völlig kostenfrei auf unsere Inhalte außerhalb von frankfurt.de aufmerksam machen zu können – bit.ly sei Dank!”

(3) Können Sie abschätzen, wie viel Zeit Sie zum Twittern täglich bzw. wöchentlich aufwendest?

„Zu viel und zu wenig gleichzeitig ;-) Ich schätze, wir brauchen etwa 40 Minuten am Tag, alles in allem gerechnet. Aber gestoppt haben wir’s noch nie… Leider twittern wir „nur“ nebenbei; hätten wir eine Person, die sich ausschließlich um Social Media kümmern würde, könnten wir sicher mehr Zeit und damit noch mehr Qualität in den Tweet stecken.”

(4) Gibt es interne quantifizierbare Vorgaben, was mit dem Twittern erreicht werden soll, z.B. eine bestimmte Follower-Anzahl?

„Nein, es gibt keine interne Vorgabe – weder en Sprachduktus betreffend noch die Zahl der Favs oder der Follower. Wir sind – derzeit – völlig frei in dem, was wir auf und mit Twitter machen. Das ist ungewöhnlich für eine Verwaltung, zeigt aber das große Vertrauen, das etwa die Oberbürgermeisterin in uns setzt. Aber auch, wenn es keine Vorgaben gibt: Wir würden schon gerne unsere derzeitige Followerzahl verdoppeln. Dann ist (vermutlich) aber Ende der Fahnenstange. Dass wir Twitter einsetzen, um das Image der Stadt zu verbessern, eine kleine Fangemeinde aufzubauen und die Inhalte von frankfurt.de zu „bewerben“, war keine Vorgabe, liegt aber als unausgesprochener Auftrag quasi auf der Hand.”

(5) In welchem Verhältnis stehen die Medien Blog – falls Sie eines unterhalten –, Facebook – falls Sie eine Fanpage unterhalten – und das Echtzeit-Medium Twitter zueinander?

„Twitter ist der aktuelle „Newskanal“, Facebook das Imageinstrument – was am Kontruktionsprinzip der beiden Social Networks liegt. Auf Facebook sind wir publizistisch viel zurückhaltender, posten nur einmal am Tag, werben dort allerdings viel offensiver für die aktive Beteiligung unserer Fans: etwa, „virtuell“ an Diskussionen oder „real“
an Veranstaltungen teilzunehmen. Auf Twitter hingegen halten wir die Publikationfrequenz hoch und springen munter von Thema zu Thema. Ein Blog haben wir nicht, obwohl wir seit Jahren darüber nachdenken, eines projektbezogen einzurichten. Aber wir haben gewichtige Gründe, unsere knappen Ressourcen lieber direkt für frankfurt.de und das „Microblogging“ einzusetzen.”

(6) Wie stellen Sie den inneren Erbsenzähler zufrieden, sprich: gibt es ein Controlling für das Medium Twitter?

„Ein systematisches Controlling gibt es nicht – wir twittern zu sehr aus dem berühmten „Bauch“ heraus, als dass wir wirklich aufgeschriebene und objektiv nachvollziehbare Kriterien hätten, an die wir uns sklavisch hielten. Wir prüfen hin und wieder, wie häufig unsere Links angeklickt werden und schauen nach, wie häufig einzelne Tweets gefavt werden. Aber Du hast recht, vielleicht sollten wir das mal mit größerer amtlicher Gründlichkeit angehen… Allerdings muss man es ja auch nicht übertreiben.“

Über Harald Ille:

Twitternde-Institutionen-Logo-Stadt-Frankfurt-am-Main-Twittwoch-Harald-Ille

Harald Ille ist Sachgebietsleiter News in der Presseabteilung des Presse- und Informationsamts der Stadt Frankfurt am Main. Zuständiger Redakteur für den täglichen Presse-Newsletter der Stadt. Twittert privat als @roemerbergman.

[@Stadt_FFM - Performance via TwitterCounter im letzten Monat]

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[Bisher in dieser Reihe erschienen]

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