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Twitternde Personalabteilungen (7): atenta – oder: @atenta


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atenta Twittwoch Twitternde PersonalberatungenWillkommen zum 7. Beitrag der Twittwoch-Blog-Reihe Twitternde Personalabteilungen in Deutschland.

Heute featuren wir die Personalberatung @atenta – siehe auch atenta Personalberatung GbR – und Tobias Kärcher gewährt uns Einblicke:

atenta Twittwoch Twitternde Personalberatungen Twitter Timeline

(0) Bio:

atenta Personalberatung – Personalsuche, Personalmarketing & Employer Branding Software, Recruiting, Sourcing, HR.

(1) Wer twittert bei Euch (und warum bzw. zu welchen Themen)?

„Jan Kirchner (^JK), Alexander Fedossov (^AF) und Tobias Kärcher (^TK) schreiben auf unseren drei geschäftlichen Accounts. Dabei ist niemand auf einen Kanal oder ein Thema festgelegt. Wer etwas zu teilen hat, sucht sich den passendsten Account aus und schreibt dort seinen Tweet. Tendenziell gehen, je nach Geschäftsbereich, die thematischen Interessen natürlich etwas auseinander, weswegen wir uns auch entschlossen haben, unsere Initialen an die Tweets anzuhängen. Das ist aber eher ein Service für die Leser, keine interne Notwendigkeit.“

(2) Welches Ziel verfolgt ihr damit insbesondere im Personalbereich bzw. was ist die beabsichtigte Positionierung? Gibt es vielleicht sogar quantifizierbare Vorgaben?

„Als Recruiting-Dienstleister verfolgen wir bei Twitter zwei zentrale Ziele. Zum einen wollen wir meinungsbildend in den Dialog mit der Twitter-HR-Community treten und zum Anderen möchten wir durch die transparente Kommunikation von Wissen Aufmerksamkeit auf unsere fachlichen Qualitäten als Personalberatung und eRecruiting-Softwareschmiede lenken. Darüber hinaus schätzen wir Twitter auch als Feedbackkanal.

Quantifizierbare Vorgaben, z.B. in Bezug auf die tägliche Anzahl von Tweets oder monatlich zu gewinnende Follower gibt es bei uns nicht. Wir setzen stattdessen auf eine organische und qualitätsorientierte Entwicklung unserer Accounts. Wenn es nichts Relevantes zu tweeten gibt, twittern wir lieber gar nicht, als um jeden Preis unseren Avatar in die Timeline unserer Follower zu pushen. Dabei verfolgen wir aber durchaus klare Ziele. Um Sie zu erreichen, tracken wir mithilfe eines Monitorings regelmäßig die Reichweite unserer Aktivitäten und nehmen anhand der Ergebnisse immer wieder Anpassungen an unserer Twitter-Strategie vor.”

(3) Über welche Inhalte positioniert Ihr euch konkret gegenüber welcher Zielgruppe?

„Je nach Kanal: Als Personalberatung twittern wir mit @atenta zu Themen rund um Recruiting, Marketing und Social Media. Unser Blog @wollmilchsau zielt auf die Recruiting-Community und legt den Fokus daher auf konkrete Social Media Anwendungen die für Recruiting, Personalmarketing und Employer Branding relevant sind. Der Twitterstream unserer Jobsuchmaschine @jobtweet_de richtet sich an Stellensuchende und deckt ein breites Themenfeld von Jobsuche und Bewerbungstipps über Netzkultur und Social Media News bis hin zu einzelnen interessanten oder amüsanten Jobangeboten ab. Die Übergänge sind fließend.”

(4) Könnt Ihr abschätzen, wie viel Zeit Ihr täglich bzw. wöchentlich zum Twittern aufwendet? Ist Twittern im Alltagsgeschäft machbar?

„Da Twitter für uns ein fester Informations- und Kommunikationskanal geworden ist, ist Microblogging ein Teil des Alltagsgeschäfts. Wie viel Zeit man dafür aufbringt, ist pauschal schwierig zu beantworten. Es ist wie beim Telefon – es gibt Tage, an denen klebt es einem fast am Ohr, dann gibt es wieder Tage, an denen man es nur für wenige Minuten in der Hand hat. So ist es auch mit Twitter. Im Durchschnitt nutzt jeder von uns Twitter schätzungsweise ein halbe Stunde am Tag.”

(5) Wer sind Eure Multiplikatoren?

„Das ist unterschiedlich. In der Regel natürlich Twitterati aus dem Recruiting- und HR-Umfeld, je nach Thema reicht das aber auch weit in den PR- und Marketing-Bereich hinein.“

(6) Wie vermarktet ihr Euren Twitter-Account?

„Wir weisen in unseren Blogs auf unsere Twitter-Accounts hin und bei Twitter auf unsere Blogs. Diese Portale sehen wir als eine Einheit. Sie haben eine feste Leserschaft, die zu uns kommt wenn sie Informationen sucht, zum anderen bekommen wir so Gastleser zu speziellen Themen. Die Vermarktung findet also vor allem über die Inhalte statt. Ansonten sind unsere Accounts natürlich auch ein fester Bestandteil unserer individuellen Social Web Profile.“

(7) Gibt es bereits messbare Erfolge, die Ihr durch das Twittern erreicht habt bzw. für welche Aufgaben oder Bereiche im HR-Bereich ist Twitter für Euch nachweislich nutzbar?

„Für uns haben sich drei Nutzungsbereiche herauskristallisiert in denen Twitter für uns gewinnbringend ist:

a) Informationsbeschaffung und Networking:

Twitter eignet sich grundsätzlich hervorragend zur Informationsbeschaffung und zum kollektiven Dialog über aktuelle Themen. Das gilt natürlich auch für den Personalbereich. So bleiben wir dank Twitter bzw. der Twitterati nicht nur über unser Kernthema auf dem Laufenden, sondern auch über solche HR-, Software- und Marketing-Trends , die unser Tagesgeschäft (Personalsuche & Recruiting Software) zwar nicht direkt beeinflussen, aber als Hintergrundwissen nutzbringend in unsere Arbeit einfließen. Twitter ist gleich nach unseren Feed-Readern unsere wichtigste Nachrichtenquelle. Auch wenn sich dieser Nutzen nicht in Zahlen ausdrücken lässt, ist er für uns ein zentraler Grund für die Nutzung von Twitter.

Dasselbe gilt auch für den Networkingeffekt. Wir knüpfen und pflegen bei Twitter interessante Kontakte innerhalb unserer Branche. Mit vielen dieser Kontakte haben wir uns inzwischen auch offline zum Erfahrungsaustausch getroffen, so dass der Networkingnutzen von Twitter sich auch im “realen” Geschäftsleben niederschlägt.

b) Reputationsaufbau und Markenbildung:

Der zweite zentrale Grund für die Nutzung von Twitter ist das Gewinnen neuer Leser für unsere Blogs und die Steigerung unserer Reputation als Personalberater und Entwickler von Softwarelösungen für Recruiting und Personalmarketing im Social Web. Im Gegensatz zur Informationsbeschaffung ist der Erfolg hier, zumindest in Form von Traffic, gut messbar. Mithilfe von Trackingtools sehen wir, wieviele Besucher unserer Blogs und Websites den Weg über Twitter und verwandte Dienste zu uns gefunden haben. Und das werden erfreulicherweise immer mehr.

c) Unternehmenskommunikation, Employer Branding und Dialog:

Twitter ist generell ein gut funktionierendes Medium für die Kommunikation unternehmensbezogener Information. Egal ob über Nachrichten oder Stellenanzeigen, Twitter bietet eine tolle Möglichkeit Außenstehenden regelmäßig Einblicke in das Unternehmen und den Arbeitsalltag zu geben und sich so als attraktiver Arbeitgeber zu zeigen. Vor allem, da Unternehmen und Arbeitgebermarken bei Twitter durch den direkten Dialog nahbarer wirken als über statische Karriereportale. Mit derselben Leichtigkeit ist das auf keiner anderen Plattform möglich.“

(8) Was waren wichtige Erfahrungen, die Ihr beim Twittern gemacht habt? Was sind Erfolgsfaktoren?

„Offenheit, Empathie und Schnelligkeit. Offenheit, da man etwas von sich oder seinem Unternehmen mitteilen sollte. Informationen die man auf anderem Wege genauso gut oder einfacher bekommt, besorgt man sich auch lieber dort. Empathie, weil man lernen muss, seine Follower als organische Gruppe einzuschätzen. Tageszeiten, Wochentage, aktuelle Ereignisse und all die Faktoren die das eigene (Internet)verhalten beeinflussen, beeinflussen auch Ihre Follower. Wer zu Heiligabend Marktforschungs-Studien twittert wird auf wenig Interesse stoßen, genau wie der, der Montagmorgens Spaßcontent bringt.

Und nicht zuletzt: Schnelligkeit. Wer aktuelle Informationen als erster ansprechend verpackt in seinem Netzwerk verbreitet, wird am häufigsten retweetet, der macht die größte Runde. Das ist der simpelste, auf lange Sicht aber auch der fordernste Faktor.“

(9) Welche Tipps könnt Ihr anderen Personalern geben, die gerade anfangen? Was sollte man beachten – welche Fehler vermeiden?

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die größte Hürde oft darin liegt, dass Beginner glauben, man müsse “das ja alles lesen”. Das erste, was man lernen sollte, um nicht zu früh den Spaß an der Sache zu verlieren, ist das Filtern von Tweets zur Unterscheidung von Information und Hintergrundrauschen. Mit etwas Übung kann man einem Tweet recht gut ansehen, ob sich dahinter etwas Interessantes versteckt, ob man den Link schon kennt oder man ihn einfach überlesen sollte. Deshalb sollten Einsteiger sich und/ oder ihren Mitarbeitern etwas Zeit zugestehen um das Geschehen und die Dynamik bei Twitter zu beobachten. Nach einer Weile erkennt man dann von ganz alleine Strukturen in dem anfänglich etwas chaotisch erscheinenden Nachrichtenstrom. Und eh man sich versieht ist man mittendrin.“

(10) Wie geht’s weiter – was habt Ihr noch mit Twitter vor? Welche Bedeutung räumt Ihr Twitter im Recruiting der Zukunft ein?

„Wir sind davon überzeugt, dass Microblogging sich 2010 in Deutschland weiter etablieren wird, nichtzuletzt durch die Einführung der deutschen Twitterversion Ende letzten Jahres. Wenn das eintritt, wird Twitter endgültig ein Standardmedium in der Unternehmenskommunikation und bekommt damit auch im Personalmarketing eine zentrale Bedeutung. Das die Chancen dafür gar nicht schlecht stehen, kann man daran ablesen, dass jetzt schon immer mehr Stellenanbieter und Personaldienstleister bei Twitter aktiv werden. Um eine konkrete Zahl zu nennen: das Job-Barometer von jobtweet.de zählte Anfang April bereits mehr als 65.000 Stellenangebote bei Twitter.

Diese positive Entwicklung wird sich (unter Vernachlässigung der üblichen saisonalen Arbeitsmarkttrends) zukünftig weiter fortsetzen. Denn nicht nur die notorischen Kommunikatoren (Journalisten, Werber, Marketer etc), auch viele andere Interessengruppen haben auf Twitter eine feste Heimat gefunden: ITler, Techniker, Kreative, Macher und viele junge Menschen, die all diese Qualitäten in sich vereinen und ihren Weg erst noch finden werden. Alle miteinander Spezialisten und High-Potentials, die als Zielgruppe schon heute eine große Bedeutung für das Recruiting haben.“

Tobias Kärcher Personalberaterblog atenta im Twittwoch-InterviewÜber Tobias Kärcher:

Tobias ist bei atenta für Marketing und PR-Arbeit zuständig. Er twittert und bloggt unter jobtweet.bloggt und Wollmilchsau.

[@atenta - Performance via TwitterCounter im letzten Monat]

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