Digitale Transformation von und für Unternehmen

Twittwoch, neu verwurstet – Digitale Transformation von und für Unternehmen


Empfehlen Sie diesen Beitrag Ihren Xing-Kontakten Ihren XING-Kontakten zeigen

Twittwoch - neu verwurstet“Das Ziel des Twittwoch ist es, Unternehmen, deren Mitarbeiter und Selbständige an Social Media heranzuführen, voneinander zu lernen und sich untereinander auf Augenhöhe auszutauschen.”

So lautet Paragraph 1 der Charta des Twittwochs, und unter diesem Motto durfte ich mehrere Jahre mit Stefan Wolpers und Thomas Pfeiffer im Twittwoch e.V. und für den Kölner Twittwoch #twk arbeiten. Es war eine gute Zeit, und ich denke, der Twittwoch hat seinen Teil dazu beigetragen, das Thema in Deutschland voranzutreiben und publikumstauglich zu machen.

Aber die Zeiten haben sich geändert. Stefan geht nach England, Thomas in die Politik, und Social Media ist mittlerweile nur noch eine Facette eines grundlegenden gesellschaftlichen und ökonomischen Wandels, den man “Digitale Transformation” nennt.

Diesen Veränderungen soll ein “Neuer Twittwoch” Rechnung tragen. Getragen von einem veränderten Team – also u.a. mit mir, Carsten Rossi, als neuem Vorsitzenden des Twittwoch e.V. – soll die Charta den neuen Realitäten gerecht werden. Zu diesem Zweck haben wir Paragraph 1 einmal durch den Fleischwolf gedreht und dabei in einer entscheidenden Zutat angepasst – im Themenspektrum:

Das Ziel des Twittwoch ist es, Unternehmen, deren Mitarbeiter und Selbständige an die Digitale Transformation heranzuführen, voneinander zu lernen und sich untereinander auf Augenhöhe auszutauschen.”

Unter dem Begriff “Digitale Transformation” fassen wir dabei alle Themen zusammen, wie sie der Wikipedia Eintrag zu “Digital Business Transformation” beschreibt. (Uns ist der Begriff Digital Business Transformation als solcher einfach nur zu lang und zu englisch, deshalb die Kurzform.) Dieses Spektrum soll das inhaltliche Gerüst für die kommenden Events, die News auf unserem Twitter-Kanal und die Facebook-Seite bieten.

Ganz praktisch gesehen möchten wir dabei natürlich vor allem weiterhin Vortrags- und Network-Events veranstalten, die allen Beteiligten einen Mehrwert bieten – sei er inhaltlicher, kommunikativer oder sogar didaktischer Natur.

Ebenso beibehalten möchten wir die Dezentralität, Unabhängigkeit und Regionalität der verschiedenen Twittwoch-Veranstaltungen. Im Laufe der Zeit haben sich ja in vielen Städten bundesweit eigene Twittwoch-Communities mit eigenen Veranstaltungen entwickelt. Dieses unglaublich wichtige Koordinatoren- und Supporter-Network soll auch weiterhin eigenständig Veranstaltungen planen, verantworten und unter dem Twittwoch-Label durchführen können.

Allerdings möchten wir für die Events ein paar inhaltliche und organisatorische Neuerungen ausprobieren und anregen, für die wir den nächsten Kölner Twittwoch als Pilot-Twittwoch vorgesehen haben.

Hier ein kleiner Überblick über die Ideen, die wir haben, die aber natürlich auch im  Kölner Planungsteam noch einmal besprochen werden müssen:

- Leitmotive:
Jedes Twittwoch-Event soll in Zukunft einem bestimmten Leimotiv folgen, zu dem die jeweiligen Vorträge einen deutlichen Bezug aufweisen.So bündeln wir Interesse, vermeiden Publikums-Streuverluste und erhöhen hoffentlich die inhaltliche Qualität der Veranstaltung – selbst wenn das hin und wieder bedeuten mag, dass wir nicht mehr mit einer so hohen Teilnehmerzahl rechnen dürfen. Qualität schlägt auf jeden Fall Quantität.

- Firmenpatenschaften:
Unternehmen sollen öffentliche “Patenschaften” für einen Abend übernehmen können, sprich den Twittwoch finanziell und ideell unterstützen, wenn sie an einem Thema ein großes Interesse haben. Allerdings können dies grundsätzlich nur Anwender-Unternehmen, keine Anbieter oder Berater. Der Sponsor kann an “seinem” Abend auch mit einem Vortrag vertreten sein, wenn dieser sich deutlich auf das Leitmotiv bezieht. Es sollte bei den Besuchern nicht der Eindruck entstehen, dass ein Pate den Twittwoch aus vertrieblichen Gründen sponsert, sondern aus Interesse an Austausch, Information und Networking zu einem spezifischen Thema. Normales Sponsoring – auch von Anbietern – ist parallel möglich, eine inhaltliche Beteiligung – z.B. durch einen eigenen Vortrag oder die Gestaltung der Agenda – ist allerdings ausgeschlossen. Snacks und Getränke – bisher laut Charta eigentlich verboten – können ab jetzt auch gerne gesponsert werden. Vielleicht sieht man hieran am deutlichsten, dass der neue Vereinsvorsitzende Kölner ist ;)

- Call for Papers:
Zu jedem Leitmotiv wird durch einen frühen Call for Papers – auf Twitter, dem Blog und Xing – über diverse Kanäle zur Einsendung von Vortragsvorschlägen aufgefordert. Im besten Fall gibt es mehr Vorschläge als vorgesehene Vorträge. Dann werden die Organisatoren des Twittwochs zusammen mit dem Firmenpaten final auswählen und die Vorträge festlegen, die während der Veranstaltung gehalten werden.

- Vortragsstil- und Qualität:
Die Vorträge und Presenter sollten einem gewissen “Standard” genügen (evtl. orientiert am TED-Konzept). Das schließt handbeschriftete DIN-A-Blätter und tanzende PowerPoint-Clip-Art-Figuren im allgemeinen aus, nicht allerdings tanzende DIN-A4-Blätter, wenn Sie etwas vermitteln helfen! Jeder Speaker bekommt zudem eine Zeitvorgabe für seinen Vortrag, und nach Ablauf der Zeit wird er gnadenlos unterbrochen und der Vortrag abrupt beendet. Direkt im Anschluss findet eine Frage- und Diskussionsrunde gleicher Dauer mit dem Publikum statt, geleitet von einem Moderator.

- Streaming:
Die Vorträge inkl. Feedbackrunde werden sowohl aufgezeichnet (um sie im Nachgang auf den Twittwoch-Youtube-Kanal und das Blog hochzuladen) als auch direkt live gestreamt. Über eine Twitterwall können unter einem noch zu definierenden Hashtag so auch Zuschauer von zu Hause aus an der anschließenden Diskussion teilnehmen. Das Teilen von Wissen und Erfahrung untereinander ist wesentlicher Bestandteil der Twittwoch-Community – weswegen Unterlagen, wie z.B. Präsentationen oder Videos, auch prinzipiell öffentlich gemacht werden.

- Voting:
Zum Abschluss einer jeden Veranstaltung wird der beste Vortrag des Abends (“Talk of the match” ;) vom Publikum gevotet. Abgestimmt werden kann erst nach Beendigung des letzten Vortrags, damit jeder die selben Chancen hat. Nach dem Ende der Vorträge bzw. nach Beendigung der letzten Feedbackrunde des Abends wird eine zeitlich begrenzte Networking-Phase eröffnet, die gleichzeitig die Zeit vorgibt, in der gevotet werden kann. Mit Ende der Networking-Zeit wird das Ergebnis ausgewertet und der “Gewinner” des Abends gekürt.

- Location und Umfeld:
In Köln wollen wir uns auch nach einer neuen Location umsehen, die etwas besser zum Thema passt als das bisherige Atelier Colonia. Im Gespräch ist u.a. de “Startplatz Köln”. Wir haben hier nicht nur eine moderne Location, die alle nötigen technischen Voraussetzungen erfüllt – sondern auch inhatlich sehr nah am Twittwoch und dem übergeordneten Thema der Digitalen Transformation und des Networkings: Startplatz ist ein Ort, an dem verschiedenste Unternehmen, Start-ups und Einzelkämpfer aus dem medialen, technologischen und digitalen Bereich zusammen kommen. Wir könnten hier eine Networking-Umgebung für alle Beteiligten schaffen, über den geschlossenen Kreis des Publikums hinaus. Weitere Informationen hier: http://www.startplatz.de/

Wie gesagt: das sind keine Vorschriften des Vereins, sondern erste Ideen für einen Pilotversuch in Köln. Wir werden sehen, was am Ende funktioniert und was nicht und irgendwann daraus ein Twittwoch-Cookbook machen, das gerade neuen Twittwochs beim Set-Up hilft. Aber das wird noch ein wenig dauern.

Zum Abschluss bleibt mir persönlich noch zu sagen, dass ich Stefan und Thomas sehr dankbar bin für die Idee, das Netzwerk und ihr Engagement der letzten Jahre. Ohne sie wären Social Media in Deutschland sicher genauso wichtig aber – da bin ich mir sicher – nicht ganz so weit, wie es jetzt ist. Ich kenne viele Unternehmen, die ihren ersten Kontakt mit dem Thema auf einer Twittwoch-Veranstaltung hatten. Tausend Dank Euch beiden dafür.

Mit diesem Wochenende trete ich in große Fußstapfen – und hoffe, dass in ein paar Jahren jemand auch mal was Nettes über mich hier schreibt.

P.S. Demnächst soll es einen Hangout mit allen lokalen Twittwoch-Veranstaltern und Supportern geben, deren Unterstützung so unglaublich wichtig ist. Dazu gibt’s aber noch Infos auf Twitter und unserer Facebook-Seite.

Schlagworte: , , , , , , ,

Ein Kommentar

Trackbacks

  1. Die Internetwoche Köln #5 im Überblick | NRW-Startups

Bitte kommentieren Sie