Digitale Transformation von und für Unternehmen

Twittwochkulturen


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Die Erfindung des Twittwochs gehört für mich definitiv zu den TOP Erfindungen des Jahres. Die Plattform, die mir als Corporate Twitterer durch die Veranstaltungen geboten wird, ist Gold wert. Im Grunde könnte man sagen, dass neben den vielen Anwendungen, die es für Twitter gibt, um eben mit der Twittersphäre besser zurechtzukommen, ist Twittwoch die RealWorld-Anwendung. Der Twittwoch unterstützt mich dabei, Twitter effektiver im Sinne des Unternehmens einzusetzen. Folglich – bei genauerer Betrachtung – also ein App; ein RealWorld App.Bei den allgemein bekannten Anwendungen, die einem das Twitterleben vereinfachen – nehmen wir z.B. futuretweet – verhält es sich, denke ich so, dass die Anwendung sich bei jedem User gleich präsentiert, reagiert und einen ähnlichen Mehrwert stiftet. Bei der RealWorld Anwendung „Twittwoch“ ist dem nicht so. Nachdem ich nun die Gelegenheit hatte in zwei verschiedenen Städten dass RW-App anzuwenden, muss ich sagen, dass die Teilnehmer einen entscheidenden Einfluss zumindest auf die Atmosphäre nehmen – bei nüchterner Betrachtung eine logische Konsequenz. Doch hätte man gedacht, dass Hamburg und Berlin sich derart unterscheiden?

Gehen wir nochmals zurück zur Ausgangsposition. Alle Anwesenden – sowohl HH als auch Bln – verwenden das RW-App „Twittwoch“. Alle habe eine gewisse Web 2.0 und im Besonderen eine Twitter – Affinität. Die Pokendichte ist erstaunlich hoch. Man könnte nun meinen, man trifft dann auch einen ähnlichen Menschenschlag an und vor allem eine ähnliche Twittwoch- Atmosphäre. Doch dem war nicht so. Vorab sei erwähnt, dass mein persönlicher Mehrwert auf allen Twittwoch Veranstaltungen bislang Städte-unabhängig enorm hoch war. Dennoch fand ich es sehr interessant zu beobachten, dass mein Berliner Outfit (Anzug) in Hamburg deutlich besser gepasst hätte und umgekehrt mein Hamburger Outfit (Jeans und Pulli) in Berlin weniger auffällig gewesen wäre. Was kann man aus diesem kleinen Unterschied nun schließen. Zum einen könnte man annehmen, dass Hamburger dem feinen Zwirn näher stehen als Berliner. Andererseits könnte man mutmaßen, dass der #twhh corporatelastiger ist. Auch die Wahl der Locations entsprach dem Image der jeweiligen Städte – aus meiner persönlichen Sicht. Hatten wir auf der einen Seite in Berlin den „coolen“ New Thinking Store; so war es in Hamburg doch etwas gesetzter im feineren Restaurant am Afrika Haus. Auch die Priorisierung von GetTogether und Vorträgen erschien mir unterschiedlich. Trotz des lockeren Ambientes in Berlin war die Struktur des Abends klar geregelt und nach Vorträgen und Diskussionen ging man über in den gemütlichen Teil. Anders in Hamburg; Vorrang hatte der persönliche Austausch in mehreren Kleingruppen, die sich offenkundig bereits recht gut kannten. Die Variante der 5-minute-talks war eine sehr schöne Idee und wurde gern angenommen. Diskussionen fanden dann jedoch in einem kleineren Rahmen statt, was allerdings zum Teil auch der Location geschuldet war.

Kehren wir zu einer höheren Betrachtungsebene zurück, so kann man sicherlich festhalten, dass trotz eng gesetzter Rahmenbedingungen an den Teilnehmerkreis – soll heißen – die natürliche Selektion durch Thema und Anlass – wurde der städtische Kultur- und Lokaleinfluss nicht eliminiert. Man könnte die Liste der Unterschiede sicherlich noch einige Scrolls weiterführen und Gemeinsamkeiten mit den gängigen Stadt-Voruteilen entdecken. Dies werde ich jedoch auf den nächsten Eintrag verschieben, wenn ich zu Besuch war bei #twk und #twm.

VG Robin Ullah

@dbkarriere

@robindro

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3 Kommentare

  1. Ein sehr schöner Beitrag. Wir in Köln freuen uns schon auf den Besuch von @robindro. Ich vermute, Köln ist mehr mit Berlin zu vergleichen. Hamburg hat es offensichlich auch für den Twittwoch geschafft, die hanseatische Atmosphäre zu manifestieren. Das ist gut so!

    Das Twittwoch-Team Köln freut sich natürlich ganz besonders auf das nach den Ferien anstehende Microblogging Summer Camp #MBC09sc das @CemB am 4./5.09.2009 in Köln veranstaltet. Dann haben alle Twittwoch-Fans bundesweit die Chance, sich auszutauschen und persönlich zu treffen.

    Zum #MBC09sc kann man sich übrigens bereits jetzt zu günstigen Early Bird Konditionen anmelden unter:

    http://de.amiando.com/mbc09sc.html

  2. Sehr schön einen solchen Vergleich mal zu lesen.

  3. Hallo,

    ich die Münchner freuen sich auf jeden Gast, ob Preuße oder “Klein-Biertrinker” :-)

    Besonders schön fand ich persönlich den ersten Twittwoch, als der gleichzeitig in den vier Städten stattfand. Da war mein ein wenig über Twitter verbunden.

    Freuen würde ich mich, wenn in Zukunft noch andere Städte hinzukämen: Stuttgart, Dresden, Leipzig. Bedarf gibt es sicherlich genug.

    Grüße
    @codeispoetry

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